• Hallo Stephan,

    viele Dinge haben mit dem Bootsalter ja gar nicht viel zu tun, Harald seins ist komplett neu, meins wurde in allen Punkten gleich nachgebessert bzw. nachgerüstet. Vieles geht auch bei den ganz alten Booten (z.B. ist das Ruder ja gleich).

    Ein paar Änderungen vom langen Corona-Winter kommen bald noch in Bild und Text ;)

    Manchmal sind es auch sehr kleine Dinge (wie z.B. so ein Reffhaken) die helfen oder einfach nur schöner sind als das was Standard ist. Vielleicht kommen ja noch von mehreren Leuten Anregungen?

    Der eine erfreut sich dran und der andere will es zum Verrecken nicht haben, aber ein lockerer Ideenaustausch ist doch toll 8)

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P

    Einmal editiert, zuletzt von Sonnenschuss (10. Mai 2021 um 21:36)

  • Eine weitere Neuerung habe ich zur Kabeldurchführung in die Backskiste:

    Auf dem Heimatrevier (Trinkwasser + Naturschutzgebiet) ist kein Motor (auch nicht Elektro) erlaubt und deshalb ist kein Motor dran. Für die Urlaubsfahrten habe ich einen Elektromotor bei dem der Akku entweder auf dem Motor selbst oder extern gefahren werden kann. Ich habe ihn lieber extern damit der Motor sich leichter hochklappen lässt, der Schwerpunkt tiefer ist und das Gewicht nach Möglichkeit weiter vorne.

    Letztes Jahr habe ich wegen diesem unglaublich unpraktischen Backskistendeckel diesen komplett ab gelassen als der Motor dran hing und den Akku in die Backskiste gelegt. Es hat zum Glück nicht geregnet ;)

    Im Winter habe ich überlegt wie ich optisch schön eine Durchführung hinbekomme, die ja nur im Urlaub als Kabeldurchführung benötigt wird.

    Als perfekte Lösung habe ich einen V4A-Wassertankstutzen gekauft. Harald hat den Einlauf gekürzt sodass kein Rohr übersteht (vielen Dank dafür!).

    Im Urlaub bleibt der kleine Deckel ab, da ist selbst Regen egal weil die Öffnung vertikal ist.

    Durch die Öffnung passt sowohl der Stecker vom Motor wie auch der Schuko-Stecker vom Ladegerät bzw. Verlängerungskabel. Zum Laden kann also auch die Backskiste verschlossen bleiben.

    Des weiteren habe ich noch eine weitere (verschließbare) Durchführung zwischen Backskiste und Kajüte sodass ich den Akku zur Gewichtsverteilung auch nach vorne legen kann.

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P

  • Eine wirklich tolle Erleichterung hat sich so ein bisschen aus Zufall ergeben!

    Harald hatte für die Ruderumbauten einiges an Material zum Testen bestellt. Am Ende sind Kugelsperrbolzen übrig geblieben die nicht gebraucht wurden.

    Er erzählte mir wie er das Großsegel setzt und bergt. Ich habe es so wie vorher auf den größeren Booten immer erst runter genommen und dann vom Kopf her aufgerollt und am Baum befestigt. Einfacher geht es bei dem kleinen Baum aber tatsächlich wenn man das Großsegel um den Baum rollt!

    Beim Bergen die Schot und den Niederholer aushängen, den Lümmelbeschlag aushängen (dazu kommt gleich die Erleichterung), das Fall fieren und sofort das Segel mit dem Baum aufrollen. Setzen geht dann genau anders herum.

    Ich habe es probiert und es funktionert echt gut. Toll ist dass wenn man in den Hafen einläuft das Segel schon aufgerollt und samt Baum in der Kajüte liegt!

    Da ich eine Ganzpersenning habe, stand ich vor dem Problem dass ich dann einen zweiten Baum für die Persenning bräuchte. Da der Spi-Baum aber exakt gleich lang ist gibt es eine super einfache Lösung:

    Der Bolzen am Lümmelbeschlag muss einfach gegen einen Schnellverschluss (Kugelsperrbolzen) getauscht werden. Dieser muss 6mm stark und 35mm lang sein. Beim Drücken auf dem roten Knopf wird der Bolzen entsperrt und kann ganz einfach entnommen werden. Der schwarze Griff lässt sich sehr gut packen, das geht alles einfach.

    Wenn ich den Baum entferne bleibt der Lümmelbeschlag also in der Mastnut! Das fummelige Einfädeln entfällt (gerne ist dann ja auch mal das Fall deneben) und auch die Gefahr durch Kratzer am Deck oder in der Kajüte mit dem scharfkantigen Beschlag entfällt.

    Der Spi-Baum kann zum Tragen der Persenning auch ganz einfach eingehängt werden.

    Der Kugelsperrbolzen hat schon ein Loch womit man diesen mit einem Bänsel am Lümmelbeschlag sichern kann.

    Kostenpunkt 15 EUR.

    Angebot Amazon

    Bei Bild 2 ist der Spi-Baum eingehängt.

    Dieses Bild zeigt den ersten Versuch beim Regen unter der Persenning, hier ist der richtige Baum zu sehen den ich mit einer Hand hoch halte.

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P

    Einmal editiert, zuletzt von Sonnenschuss (25. Mai 2021 um 15:15)

  • Eigentlich wäre das Thema so wichtig um einen neuen Thread zu öffnen, ich schreibe es aber mal an dieser Stelle hinzu.

    Es geht um die REFFEINRICHTUNG! Die von der Werft ausgelieferte Lösung ist ja nun mal vorsichtig formuliert "unbrauchbar". Dabei wurde versucht ein Einleinenreffsystem zu verbauen. Das Einleinenreffsystem macht sowieso nur Sinn wenn man bei großen Booten wegen der Kajüte nur auf's Vordeck laufen möchte. Außerdem habe ich 2 Reffs und das Einleinenreffsystem war nur im ersten. Des weiteren sind die Umlenkrollen am Baum vorne viel zu weit achtern, sodass beim ersten Reffen direkt mal das Segel am Keder zu stark belastet wurde und beschädigt wurde. Auch ist die verwendete Leine nicht geeignet, weil extrem dehnbar. Ohne zusätzliche Bändsel um Baum und Mast ist das so nicht brauchbar.

    Deshalb habe ich das jetzt komplett anders gelöst:

    1. Reffhaken vorne: Kleiner Surf Snap direkt in der Lücke vom Lümmelbeschlag befestigt mit 3mm Liros-Leine. Damit ist die Öse und das Segel direkt am Mast! Der Haken schnappt nicht ein, hält mir der Feder das Segel gegen herausrutschen wenn das Segel geborgen wurde.

    2. Reffhaken hinten: Großer Surf Snap, der in die Öse einhakt. Der Wechsel zwischen beiden Reffs ist einfach.

    3. Endlosleine zum Einhaken anstatt Reffbändsel: Damit das Reffen schneller geht, das Segel schöner und besser am Baum ist habe ich ein 4mm Gummiseil durch die Ösen gezogen (hin- und her). An Steuerbord ist zwischen den Ösen immer ein (Sprenger-) Nylon-Haken. Wenn ich einreffe, so muss ich nur noch das Gummi unter dem Baum zusammenhaken. Perfekt!

    Die Kosten sind sehr überschaubar!

    2x Surf Snap (Bei NoName ca. 4 EUR, bei Wichard ca. 25 EUR)

    Gummiseil ca. 6 EUR

    Haken (2 Päckchen) 10 EUR

    Anschließend ein paar Bilder:

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P

  • Also ganz ehrlich,

    wenn ich 2 Reffs benötige, möchte ich nicht mehr segeln.

    Wir segeln bei stärkerem Wind gerne im zweiten Reff. Wenn das kleine Segel gut steht, ist der Vortrieb trotzdem sehr gut. Immer nach dem Motto "Ausreffen ist leichter als Einreffen" ;)

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P