• Moin,

    erstmal möchte ich mich vorstellen, als Jugendlicher bin ich eine Weile 420er auf der Nordsee gesegelt und nach fast 30 Jahren Pause habe ich spontan eine Lis Family, Baujahr 1982 gekauft. Es war ein spontaner Kauf von einem Kollegen der ins Ausland gezogen ist. Meine Idee ist zu testen ob meine beiden Kinder ( 13 & 15 ) Interesse am Segeln haben. Ich denke das das Boot für ein Berliner Binnengewässer ( Krüppelsee ) eine gute Größe ist für die beiden bei seiner Gutmütigkeit beherrschbar bei leichtem Wind sein sollte. Mal sehen wann die „Teenagergene“ zuschlagen und Papa out ist😉

    Leider war der Vorbesitzer etwas sparsam mit der Wartung, die eine oder andere Frage konnte ich schon mit Hilfe des Forums beantworten, allen Schreibern einen Dank dafür. Einiges ist leider noch offen und ich würde mich über Hinweise und Tipps jeder Art freuen

    1) Das Großfall wird unten am Mastfuß umgelenkt, der Abstand der Rolle zum Fuß ist sehr klein und das Fall hackelt regelmäßig. Die Rolle dreht frei, das Fall ist 6mm im Durchmesser. Ich habe im Zubehörhandel keine kleinere Rolle gefunden. Gibt es eine Lösung für das Problem?

    2) Das Boot hat eine Rollfock und ich würde gerne eine Persennig verwenden weil in der Nähe viele Bäume sind die ihre Pollen munter verteilen. Hat jemand Erfahrung wie man an einem Stagwirbel einen zweiten Block anschlagen kann?

    3) Die Fenster haben die typischen Alterserscheinungen in Form von kleinen Haarrissen. Hat jemand gute Erfahrungen mit einer bestimmten Politur gemacht? Die Risse bekomme ich natürlich damit nicht weg aber vielleicht eine etwas schönere Oberfläche.

    Eigentlich wollte ich am Saisonanfang den Post erstellen aber irgendwie ist meine Anmeldung spät erfolgt, hier also die Zusammenfassung des ersten Jahres auf dem Wasser:

    · Ich war weniger auf dem Wasser als gedacht

    · Berlin ist ein Schwachwindregion und oft reicht es nur für eine gemütliche Stunde auf dem See, zum eingewöhnen vielleicht nicht das schlechteste

    · Die Kinder fanden es durchaus OK mal mit zu kommen und auch zu schwimmen 😊

    · Es gibt jede Menge Kleinkram der gemacht werden muss aber das ist wohl die Idee eines Hobbies

    Immer einen Handbreit Wasser unter dem Kiel

    Stefan

    Grüße vom Leichtmatrose in Berlin :snoopy:

    Stefan

  • Hallo Stefan,

    zu 1) Diese Umlenkung gibt es bei mir nicht. Das Großfall wird direkt auf eine Klampe am Mast belegt. Ich frage mich, wo der Sinn dieser Umlenkung liegen soll. :/

    zu 2) Das hängt sehr von deinem jetzt verwendeten Stagwirbel und der Rollfockanlage ab. Hat dieser bereits eine Rolle für das Fockfall? Dann könnte man das Fockfall quasi vor dem Wirbel anschlagen und die Rolle für die Persenning nutzen. Dann braucht man aber ein extra Vorstag. Ansonsten ist es wahrscheinlich einfacher, eine weitere Rolle am Mast anzubringen und die Persenning mit einem darüber geführten Fall hochzuziehen. Eine Alternative wäre noch, die Lieken der Fock vom Segelmacher mit einem Schutz versehen zu lassen, der sich dann quasi am Ende mit herumrollt. Das habe ich auch schon oft gesehen.

    zu 3) Damit bin ich leider auch gescheitert. Habe versucht, die Fenster mit immer feiner werdendem Wasserschleifpapier und Politur "aufzuarbeiten". Sie sehen jetzt von außen zwar irgendwie gleichmäßiger aus, aber sind nun matt trübe, so dass man nicht mehr wirklich gut herausschauen kann. Da aber immer noch Licht in die Kajüte fällt und damit auch eine Art Sichtschutz von außen gegeben ist, hab ich mich damit arrangiert.

    Viel Spaß noch mit der Lis, ist ein tolles Boot...

    LG

    Stephan

  • Hallo Stephan,

    danke für die Rückmeldung, ich habe ein Foto vom Starkwirbel angehängt, Vermutlich werde ich mit den Pollen leben müssen und einfach öfters aufs Wasser gehen "müssen" damit sie nicht zu sehr verkleben.

    Mit dem Kommentar zum Großfall hast du mich jetzt verunsichert. Bei mir läuft es vom Auge am Segelkopf durch über die Rolle an der Spitze des Mastes in der Nut im Mast bis zum Mastfuss. Dann über die Rolle am Fuss und wird dann an der Klampe belegt oder habe ich falsch geriggt?

    VG und guten Rutsch ins neue Jahr

    Stefan

    Grüße vom Leichtmatrose in Berlin :snoopy:

    Stefan

  • Hallo Stefan,

    willkommen im Lis-Club!

    Bei mir sieht es genaus so aus und funktioniert seit Jahren so zuverlässig und gut.

    Wichtig idt m.E. dort nicht zu dickes Tauwerk einzusetzen.

    Dann hast du hohe Reibungsverluste und das Aufriggen

    artet in einem Kraftakt aus.

    Ich habe da jetzt reckfreies 4 mm Tauwerk.

    Grüße aus dem Münsterland

    Ralf

    Grüße aus dem Münsterland

    Ralf

    G 1463

  • Moin Stefan.

    Zu 2.: ich habe, bei unserer aktuellen Jolle (Vorschlag 2 von Stefan) eine Rolle oberhalb des Vorstages am Mast angeschlagen.

    Funktioniert seit Jahren an zwei Jollen tadellos.

    Einen guten Rutsch in die neue Saison.

    Viele Grüße aus Wunstorf

    Ralph

  • Moin Stefan,

    frohes Neues Jahr!

    Sorry, dass ich dich verwirrt habe. Du hast nicht falsch geriggt, sondern ich habe bisher vermutlich nur nicht verstanden, wie es eigentlich richtig bzw. original gemacht werden müsste. Bei mir gibt es diese Rolle am Mastfuß nämlich gar nicht (mehr?) und ich habe mich immer gewundert, warum das Großfall so merkwürdig über dem Lümmelbeschlag herausgeführt wird. Dann wird es bei mir darunter einfach an einer seitlichen Klampe belegt, die vermutlich nicht original ist, sondern wohl vom Vorbesitzer dort angebracht wurde. Das funktioniert eigentlich auch alles ganz gut... Jetzt habe ich aber dank dir gelernt, dass da eigentlich eine Umlenkung am Mastfuß hingehört und verstehe auch, dass es an der Stelle klemmen könnte...

    Ich werde mir das mal zur nächsten Saison genauer anschauen, vielleicht lässt sich bei meiner Lis da noch etwas (mit einer passenden Rolle?) optimieren...

    LG

    Stephan